Imageaufbau: Du bist, wer du sein möchtest!

Hast du dich schon mal gefragt, wie du und dein Business eigentlich von außen wahrgenommen werden? Welches Bild von dir haben deine Kunden, deine Partner sowie deine Zielgruppe im Kopf? Hast du das Image, welches du haben möchtest? Oder hat sich dein Image einfach irgendwie im Laufe der Zeit entwickelt, und jetzt lebst du damit einfach weiter?

Beim Imageaufbau verhält es sich wie beim restlichen Marketing: Du kannst es aktiv steuern! Du kannst es auch sein lassen, einfach sehen, wie sich alles entwickelt und findest dich dann irgendwann an einem Punkt wieder, der dir entweder gefällt – oder eben nicht. Aber du hast auch die Möglichkeit, aktiv auf das Image hinzuarbeiten, das du gerne in den Köpfen deiner Zielgruppe erzeugen möchtest.

So kompliziert, wie man vielleicht annimmt, ist dieses Thema gar nicht. Letztendlich musst du dir nur im Klaren darüber sein, welches Image du haben möchtest und dann deine Kommunikation entsprechend darauf abstimmen. Das bedeutet, die Punkte auszuwählen und verstärkt zu kommunizieren, die förderlich für dieses Image sind und andere gar nicht oder nicht so stark hervorzuheben.

Ich möchte dir das mal so plastisch wie möglich an meinem eigenen Jahresrückblick 2016 demonstrieren. Alle nachfolgenden Punkte waren Bestandteile meines Jahres, doch je nachdem, welches Image ich generieren möchte, würde ich andere Dinge hervorheben.

 

Mein Jahresrückblick aus verschiedenen Perspektiven

Fakt ist: Ich bin 2016 viel gereist. Ich war in neun Ländern, auf drei Kontinenten und habe insgesamt 14 Flüge hinter mir. Okay, das war definitiv eine Menge, sagt aber letztendlich noch nicht viel über mich aus – außer, dass ich viel reise. Jetzt fangen wir damit an zu definieren, welches Image wir erzeugen möchten und heben einzelne Erlebnisse dieser Reisen besonders hervor.

 

Der Sportliche

Ich war surfen in Brasilien, schnorcheln in Thailand, wandern in den Bergen von Rumänien, skydiven in Portugal und über Neujahr werde ich Ski fahren in den Alpen. Ich würde mich selbst zwar nie als besonders sportlich bezeichnen, doch wenn ich die vergangenen zwölf Monate Revue passieren lasse, dann könnte ich mich stressfrei so darstellen, ohne dabei irgendetwas erfinden zu müssen. Das Ganze untermalt mit entsprechenden Fotos, gestreut über verschiedene Kommunikationskanäle, und schon hätte ich das Image eines weltreisenden Sportlers.

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Der Genießer

Lassen wir die sportlichen Aktivitäten nun außen vor und präsentieren mich als Genuss-Reisenden. Mein Jahr begann am Strand in Nord-Brasilien mit leckerem fangfrischem Fisch und Caipirinhas, gefolgt von aromatischem Wein in Chile und entspannenden Massagen während eines Zwischenstopps in Deutschland. Es ging weiter mit frisch gepressten Säften und exotischen Gerichten auf einer Insel in Thailand, dem Relaxen in einem Outdoor-Jacuzzi in den rumänischen Bergen und endete mit genüsslichem Kaffee an Portugals Algarve-Küste und dem Verzehr feiner Schokolade im Herzen Belgiens.

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Der Abenteurer

Gleiche Person, gleiches Jahr, anderer Fokus in der Kommunikation – und es entsteht ein komplett anderer Eindruck: In 2016 campte ich spontan in Nord-Brasilien, lebte wenig später für ein paar Tage in einer Favela in Rio de Janeiro und hatte bei einer merkwürdigen Taxifahrt in Santiago de Chile Angst, ausgeraubt zu werden. Darüber hinaus hatte ich einen Crash mit einem Roller in Thailand und sprang aus 14.000 Fuß Höhe aus einem Flugzeug in Portugal. Mehrmals.

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Der Produktive

Raus aus den Freizeitaktivitäten, rein ins Business: In Brasilien entwickelte und veröffentlichte ich einen eigenen Online-Sprachkurs, war als Freelancer für Projekte in Deutschland und Holland tätig und launchte mein komplettes Rebranding von USPMaker von einem Coworking Space in Thailand aus. Ich traf mich zu Workshops und zum Networking mit neun anderen Selbstständigen in Rumänien, schrieb den größten Teil meines neuen Lifestyle E-Books in Portugal und entwickelte neue Business-Ideen mit einem Kollegen in Belgien. All das, während ich weiterhin meine Marketing-Sparrings via Skype durchführte und an meiner eigenen Vermarktung arbeitete.

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Übertragung auf Marketing und Imageaufbau

Da dies hier mein Business-Blog ist, entscheide ich mich aber selbstverständlich für das Image des Marketingexperten, indem ich meinen Jahresrückblick dazu nutze, um anderen die Grundlagen zum Imageaufbau zu erklären.

1. Was kommunizierst du?

Für dein Business ist es letztendlich genau das Gleiche: Es geht nicht darum, irgendwelche Sachen zu erfinden oder deine Zielgruppe in die Irre zu führen. All die Dinge, die du für dein angestrebtes Image benötigst, hast du bereits. Alles, was dir dafür vielleicht noch fehlt, ist eine bewusste Abstimmung deiner Kommunikation auf dieses Ziel. Wenn du dir im Klaren darüber bist, welches Bild deine Zielgruppe von dir und deinem Unternehmen im Kopf haben soll, dann kannst du deine Kommunikation auf dieses Ziel ausrichten. Hinterfrage dich jedes Mal, wenn du etwas über einen deiner Kanäle kommunizierst, ob das, was du kommunizierst, für dieses Ziel förderlich ist oder nicht. Ist es das nicht, dann lass es bleiben oder passe es entsprechend an.

2. Wo kommunizierst du?

Das gilt allerdings nicht nur für die Wahl deiner Texte und Bilder, sondern auch für die Auswahl der Kanäle, die du bespielst. Etablierte Plattformen bringen selbst schon ein gewisses Image mit sich. Es ist selbstredend, dass ein Artikel in der „Bild“ eine andere Wirkung hat, als ein Artikel in „Die Zeit“ oder dem Magazin „Business Punk“. Genauso ist es ist für ein Unternehmen nahezu unmöglich, sich als besonders frisch und zeitgemäß darzustellen, ohne auf den entsprechenden Social Media Kanälen höchst aktiv zu sein. Betreibst du ein lokales Business, dann können klassische regionale Printmedien und deine Anwesenheit auf lokalen Veranstaltungen ebenfalls entscheidend zu deinem Image beitragen!

3. Wie kommunizierst du?

Zu guter Letzt geht es aber nicht ausschließlich darum, was du wo kommunizierst, sondern vor allem darum, wie du kommunizierst. Drückst du dich eher sachlich und distanziert aus oder emotional und nah? Verwendest du einen eher intellektuellen Wortschatz oder auch mal Umgangssprache? Sind deine verwendeten Fotos eher kraftvoll und dynamisch oder sanft und ruhig? Zeigst du auf deinen Fotos viele Gesichter von dir und deinen Mitarbeitern oder verwendest du ausschließlich Stock-Fotos? Zeigst du dich immer nur in deinem perfekten Business-Outfit oder auch mal ganz leger? Verwendest du knallige Farben, Pastellfarben oder hauptsächlich Schwarz-Weiß? Springt einem deine gewählte Schriftart und Schriftgröße förmlich ins Gesicht oder fügt sie sich eher dezent in das Gesamtbild ein?

Ich würde dir empfehlen: Setze alle diese Punkte bewusst ein, aber verstelle dich dabei nicht. Spätestens wenn jemand persönlich mit dir oder einem deiner Mitarbeiter in Kontakt tritt, wird er merken, wie authentisch dein Markenauftritt tatsächlich ist. Wähle also ein Image, das dir und deinem Business entspricht und Erfolg versprechend ist! Überlässt du dieses Thema dem Zufall, dann sorgst du höchstwahrscheinlich dafür, dass niemand ein eindeutiges Bild von dir im Kopf hat oder noch viel schlimmer, dass du gar durch unbewusste Handlungen ein negatives oder falsches Image erzeugst.

Überlege dir, wie du wahrgenommen werden möchtest und richte deine Kommunikation darauf aus!

Wenn du keine Ahnung hast, was ein geeignetes Image für dich wäre und wie du kommunizieren müsstest, um dich von deinem Wettbewerb abzuheben, dann lese dir doch auch mal meine Beiträge zur Positionierung und Differenzierung vom Wettbewerb durch.

Wünschst du persönliche Beratung zu diesem Thema, dann ist vielleicht mein Marketing-Sparring das Richtige für dich ;).

 

P.S.: Du hast oben einen kleinen Eindruck von mir erhalten, aber so wirklich umfassende Einblicke trotzdem noch nicht. Falls du neugierig darauf bist, mehr über mich zu erfahren, dann hast du jetzt die Möglichkeit, mich so persönlich kennenzulernen, wie es zuvor nur einigen meiner besten Freunde vorbehalten war! Wie das geht? Du kannst meine ganz persönliche Story nacherleben – in meinem neuen E-Book „Auf Standards pfeifen. Glücklich werden.“ Viel Spaß beim Lesen!

 

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