Der ultimative
Content-Marketing-Guide
für Neu-Einsteiger

Content-Marketing ist der Trend im Marketing der heutigen Zeit. Nicht nur große Unternehmen, sondern auch kleine Dienstleister können von dieser Vermarktungsform profitieren! In diesem Guide vermittle ich dir umfangreiches Grundlagenwissen über Content-Marketing, sodass du am Ende direkt das Gelernte in die Praxis umsetzen kannst. Bist du Neueinsteiger in diesem Bereich? Dann empfehle ich dir, den Guide in der gegebenen Reihenfolge von Anfang bis Ende durchzulesen. Ansonsten kannst du auch gerne direkt zum jeweiligen Unterpunkt springen:

  1. Was ist Content-Marketing überhaupt und warum ist es für dein Business geeignet?
  2. Welche Formen des Content-Marketings gibt es und welche Vor-/Nachteile haben sie?
  3. Wie findest du heraus, welche Themen deine potenziellen Kunden wirklich interessieren?
  4. Wie erstellst du interessanten Content?
  5. Wie kannst du dafür sorgen, dass deine erstellten Inhalte auch von deiner Zielgruppe gesehen werden?

 

1. Was ist Content-Marketing und warum ist es für dein Business geeignet?

Content-Marketing. Schon oft gehört, aber nie wirklich verstanden. Was ist das nochmal genau? Ist das nicht extrem teuer und nur etwas für große Unternehmen?

Nein, überhaupt nicht. Content-Marketing ist eine ziemlich coole Sache und gerade für kleine Unternehmen eine sehr wirkungsvolle Form des Marketings!

 

Was ist Content-Marketing?

Laut Definition eines Online-Glossars ist „Content-Marketing eine Kommunikationsstrategie, um mittels nutzwertigen aber nicht werblichen Informationen die Bekanntheit bei der gewünschten Zielgruppe zu steigern, das Image zu verbessern oder neue Kunden zu gewinnen.“

Der Unterschied zum klassischen Marketing: Ein Kunde soll nicht mit Werbung direkt zum Kauf getrieben werden, sondern für ihn nützliche Informationen zu einem bestimmten Thema erhalten.

Als Berater sage ich dir also nicht „Buche mich – ich bin super!“ Stattdessen zeige dir erstmal, wie gut ich bin, indem ich dir z.B. mit kostenlosen Tipps einen Vorgeschmack auf mein Wissen gebe.

Ich verspreche dir also nicht nur einen Nutzen für den Kauf meines Angebots, sondern biete dir direkt vorab schon einen Mehrwert mit meinem Marketing.

 

Die Vorteile dieser Form des Marketings liegen ganz klar auf der Hand:

  1. Du nervst deine Kunden nicht mit aufdringlichen „Kauf mich“ – Aktionen, sondern bringst ihnen einen tatsächlichen direkten Nutzen.
  2. Guter Content (also gute Inhalte) wird gerne von Menschen geteilt und weiterempfohlen. Andere Menschen machen also kostenlos für dich Werbung!
  3. Durch die Weitergabe von Wissen positionierst du dich als Experte für dein Thema.
  4. Wissen vergeht nicht (so schnell). Während normale Werbemaßnahmen schnell zu veralten drohen (neues Design, neue Leistungen, neuer Name, neue Preise), können gute Inhalte sehr lange verwendet werden – und die Leser freuen sich darüber.
  5. Wenn du dir mit guten Inhalten einen Namen machst und potenzielle Kunden diesen Content immer wieder sehen, hast du bereits eine vertrauensvolle Beziehung zu ihnen ­ ohne dass sie dich wirklich persönlich kennen. Der Start in eine Zusammenarbeit wird also deutlich einfacher.

Das sind einige der mir persönlich wichtigsten Vorteile – gerade für kleine Unternehmen. Es gibt darüber hinaus aber auch noch etliche weitere.

 

Wie kannst du dies nun als kleines Dienstleistungsunternehmen anwenden?

Nun mal ganz ehrlich: Was ich hier aktuell mache, ist auch nichts anderes als Content-Marketing. Ich selbst bin ebenfalls als kleinster Dienstleister tätig und alles, was ich an kostenlosen Unterlagen anbiete (Tutorials, Webinare, Gastbeiträge, E-Mails, etc.), dient letztendlich der Vermarktung von USPMaker. Angefangen bei einem kleinen PDF-Dokument mit nützlichen Tipps auf der eigenen Homepage, über Blogbeiträge bis hin zu kompletten Videokursen – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten Content-Marketing zu betreiben. Jede Form bietet ihre eigenen Vor- und Nachteile und ist unterschiedlich aufwändig in der Erstellung.

 

content formen

2. Welche Formen des Content-Marketings gibt es und welche Vor-/Nachteile haben sie?

Texte: Blogbeiträge, Ratgeber, E-Books, E-Mails,…

  • Vorteile: Du benötigst kein spezielles Programm und keinerlei grafische Fähigkeiten, um Texte zu schreiben. Du kannst das quasi von überall aus und jederzeit bewerkstelligen. Das Gleiche gilt auch für das Lesen von Texten. Der Leser benötigt dafür keine besonders gute Internetverbindung oder ein leistungsstarkes Endgerät. Denn Texte können in der eigenen Geschwindigkeit gelesen werden. Das ist gerade bei komplexeren Themen sehr vorteilhaft, da nicht jeder gleich schnell neue Informationen aufnehmen kann. Marketingtechnisch sind Texte auch deshalb interessant, weil sie deine Website in den Suchergebnissen, z.B. bei Google, weit nach vorne bringen können. Vorausgesetzt, du postest sie auch selbst auf deiner eigenen Website/deinem Blog. Wenn du keinen eigenen Blog betreiben möchtest, dann bieten sich dafür auch Gastbeiträge bei anderen Websites an. Ich habe das selbst etwa vor einiger Zeit gemacht, z. B. bei Onlinemarketing.de: zum Gastbeitrag
  • Nachteile: Nicht jedem liegt das Schreiben und auch nicht jedes Thema lässt sich einfach mit einem Text erklären. Gerade im Internet sind die Texte, die häufig geteilt und gerne gelesen werden, zusätzlich mit (Info-)Grafiken oder Videos ergänzt. Wenn du möchtest, dass die Texte suchmaschinentechnisch etwas bringen, dann bedarf es noch einiger weiterer Punkte, die man beachten muss. Mit dem einfachen Aufschreiben, was man im Kopf hat, ist es also leider doch noch nicht getan.
  • Fazit: Überlege dir, ob sich dein Thema für einen Text eignet. Und ob du es selber schaffst, einen Text zu schreiben, der gerne gelesen wird. Im kleinen Rahmen könntest du z. B. auch bereits ein PDF mit interessanten Tipps & Tricks zusammenstellen – und dieses dann auf deiner Website zum kostenlosen Download anbieten. Wenn du nicht gerne Texte schreibst, dann könntest du das auch an entsprechende Fachkräfte auslagern. Einen interessanten Artikel dazu hat Christian Häfner vor einiger Zeit verfasst: Eine Stunde bloggen

 

Infografiken: Ergebnisse von Studien, Step-by-Step-Guides, Erklärung von Zusammenhängen

  • Vorteile: Anstatt einen langen Text zu lesen und gleichzeitig im Kopf zu versuchen, die Zusammenhänge zu visualisieren, kann man sich auch gleich einfach eine Grafik anschauen. So versteht man innerhalb kürzester Zeit, worum es geht. An gut visualisierte Grafiken kann man sich auch nach einiger Zeit noch erinnern – die kleinen Bilder prägen sich im Gedächtnis ein.
  • Nachteile: Du benötigst gute grafische Fähigkeiten, Kreativität und du musst visuell-konzeptionell denken können. Darüber hinaus benötigst du entsprechende Software. Es gibt mittlerweile auch Anbieter, bei denen man sich selbst eine Infografik mit wenigen Klicks erstellen kann. Ich selbst habe diese allerdings noch nicht getestet und kann daher nichts über deren Qualität sagen.die Fähigkeiten gerne zu Nutzen und erstelle eine Infografik. Diese kannst du dann z.B. in einen Blogpost einbinden. Hier ein Beispiel einer sehr einfachen Infografik, einer Timeline:

Content-Marketing Infografik Timeline

Videos: Animierte Erklär-Videos, gefilmte Live-Präsentationen, Einblicke in die Arbeit

  • Vorteile: Durch die Kombination von Sound und Visualität kannst du auch sehr komplexe Inhalte so erklären, dass sie jeder versteht. Ob das nun ein Erklärvideo ist, eine Aufzeichnung eines Vortrags oder ob du Einblicke in deine Arbeit gibst – Videos werden sehr gerne angesehen und auch geteilt. YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt ­ also eine super Chance, um dort auf dich aufmerksam zu machen.
  • Nachteile: Videos sind grundlegend sehr aufwändig in der Erstellung – du musst dir eine Story/roten Faden überlegen, das Ganze filmen oder gestalten, vertonen, animieren und synchronisieren. Je nach Art des Videos, benötigst du dafür auch entsprechendes Equipment. Um Videos anzusehen, ist für den User eine schnelle Internetverbindung (unterwegs) erforderlich.
  • Fazit: Gute Videos haben sicherlich einen sehr hohen Effekt, sind aber auch sehr aufwändig in der Herstellung. Die einfachste Variante, die du hierfür verwenden könntest: eine PowerPoint-Präsentation zu produzieren, diese direkt in PowerPoint zu vertonen und dann als Video zu exportieren. Doch auch hierfür benötigst du eine gut konzipierte Storyline und aussagekräftige Grafiken!

P.S. Ich selbst erstelle meine kleinen Video-Tutorials ebenfalls in PowerPoint. Allerdings verwende ich für den Sound und die Grafiken Programme der Adobe-Suite. Hier ein Beispiel (noch unter meinem alten riconic-Branding):

 

Podcasts: Interviews, Diskussion über Themen, Motivationsreden, Softskill-Trainings

  • Vorteile: Du musst dafür weder schreiben, gestalten noch filmen. Grundlegend musst du einfach nur etwas erzählen / jemanden interviewen und das Ganze aufnehmen. Für den User ist das gerade unterwegs eine tolle Sache, da er deinen Podcast sogar beim Autofahren oder in der Bahn anhören kann.
  • Nachteile: Wie immer beim Content-Marketing, ist auch für Podcasts eine schlüssige Storyline zwingend erforderlich. Man hört niemandem gerne zu, der einfach nur erzählt, was ihm einfällt – und dabei keinerlei Struktur hat und nie auf den Punkt kommt. Hast du eine gute Storyline, aber ein miserables Mikrofon, dann wird es ebenfalls schwierig. Die Soundqualität ist bei einem Podcast nämlich das A und O. Ein weiterer Nachteil von Podcasts: Du kannst deine Rede nicht durch etwas Visuelles unterstützen. Deine Worte müssen also sorgfältig gewählt sein, und die Geschwindigkeit muss langsam und mit entsprechenden Pausen verlaufen, um dir gut folgen zu können.
  • Fazit: Wenn du über ein Thema berichten oder Tipps geben möchtest, das man auch ohne visuelle Unterstützung gut versteht, dann besorge dir ein anständiges Mikrofon – und los geht’s. Björn Tantau hat passend zum Thema z. B. einen Podcast über 7 schwere Fehler beim Content-Marketing:

 

Präsentationen: Webinare, Live-Präsentationen, vertonte PPTs

  • Vorteile: Du hast die Chance, deine Inhalte dem User bestmöglich näherzubringen, indem du als Sprecher fungierst und zusätzlich visuelle Informationen auf den Folien darstellen kannst. Wenn du das Ganze dann auch noch live veranstaltest, dann hast du den riesigen Vorteil, dass du mit dem User interagieren kannst. Du kannst ihn somit einen Teil von deiner Präsentation werden lassen, kannst direkt auf Fragen und Unklarheiten eingehen, das Tempo anpassen oder weitere Beispiele verwenden, wenn die Situation es erfordert.
  • Nachteile: Wenn das Ganze live stattfindet, kannst du nichts mehr nachträglich korrigieren. Du solltest dir also vorher detailliert überlegen, zu welchem Zeitpunkt du was sagst und zeigst. Eine wirkungsvolle Präsentation ist leider auch nicht mit ein paar Aufzählungszeichen und Fancy-Animationen erstellt. Denke daran, dass die Folien den Sprecher unterstützen sollen – ihm aber nicht das Sprechen abnehmen. Dann kannst du nämlich auch genauso gut einfach einen Blogpost schreiben ;).
  • Fazit: Eine Präsentation eignet sich, meiner Meinung nach, für nahezu jedes Thema. Es kommt jedoch darauf an, wie man sich dieses Medium zu Nutzen macht, wie man die Inhalte aufbaut, die Folien gestaltet und am Ende präsentiert. Das Medium „Präsentation“ ist sehr flexibel – deswegen aber auch sehr anspruchsvoll in der zielführenden Ausarbeitung. Tipps dazu findest du z.B. hier bei Deutschlands führender Agentur für Präsentationen: zum YouTube-Kanal

 

Das sind die grundlegend gängigsten Content-Marketing Formate. Überlege dir als ersten Schritt, an wen du dich genau richtest, also wer die Zielgruppe für dein Content-Marketing ist. Dann denke darüber nach, welche Fähigkeiten du hast und über welches Thema du wertvolle Inhalte weitergeben möchtest.

 

content-themen

3. Welche Themen sind für deine Zielgruppe wirklich interessant?

Bisher hast du gelernt, warum Content-Marketing für die Vermarktung deines Business geeignet ist und welche verschiedenen Formen des Content-Marketings es überhaupt gibt.

Nachfolgend gebe ich dir nun einige Tipps dazu aus meinen eigenen Erfahrungen. Nämlich, wie du herausfinden kannst, welche Themen deine Zielgruppe wirklich interessieren:

 

Tipp 1:

Zunächst: Hast du bereits Kontakt zur Zielgruppe? Dann frage sie einfach! Zum Beispiel über einfache Online-Umfragen. Ein easy zu nutzendes Tool ist hier z.B. Surveymonkey.

Frag sie aber nicht nur was sie interessiert, sondern mach konkrete Vorschläge – und ihnen damit die Entscheidung so einfach wie möglich. Beispiel: Was interessiert dich am meisten? A)… B)… C)…? Bei Umfragen dieser Art wird die Antwortrate garantiert höher sein!

Tipp 2:

Wenn du E-Mail Marketing betreibst oder eine aktive Facebook-Seite hast, dann analysiere, welche E-Mails / Beiträge besonders häufig gelesen, geklickt, geliked, geteilt oder kommentiert werden. Dann weißt du: Hier ist ein verstärktes Interesse vorhanden.

Tipp 3:

Hast du bislang keine dieser Tools im Einsatz, dann schaue dir deinen Wettbewerb an. In deiner Branche gibt es garantiert ein Unternehmen, einen anerkannten Experten oder einen Blogger, der eine aktive Facebook-Seite hat. Über welche Themen erstellen diese viele Beiträge und welche davon stoßen auf die größte Resonanz? Hier hilft es auch, in der Chronik ziemlich weit zurück zu scrollen – manchmal stößt man dabei auf wahre Themen-Schätze.

Tipp 4:

Nutze das Tool „Buzzsumo“. Es zeigt dir zu einem bestimmen Begriff an, welche Beiträge es dazu im Internet gibt und welche besonders häufig in den verschiedenen Social Media-Kanälen geteilt wurden. Klicke diese Beiträge an, lies den Artikel sowie die Kommentare dazu und du erfährst so, was die Menschen bei diesem Themengebiet wirklich beschäftigt.

Tipp 5:

Suche nach passenden Online-Foren, Facebook- oder XING-Gruppen. Dann verfolge diese eine Weile und beteilige dich auch an Diskussionen. Dabei wirst du feststellen, welche Themen immer wieder aufkommen und wozu es stets gibt. Ich bin zu diesem Zweck z.B. in einigen Startup-Gruppen sowie Selbständigen- und Unternehmer-Gruppen auf Facebook und Xing aktiv.

Tipp 6:

Neben Foren- und Gruppendiskussionen gibt es mittlerweile zu fast jedem Themengebiet einen bzw. mehrere Blogs. Vielleicht sind diese für dich in erster Linie nicht als relevant erkennbar – daher denke dabei also auch gerne mal um ein oder zwei Ecken. Bist du beispielsweise ein Paar-Therapeut mit einer Zielgruppe von hauptsächlich 35-45 Jahre alten Paaren und du findest dazu nicht sofort einen Blog, dann triffst du sicherlich auf einem anderen Blog mit derselben Zielgruppe interessante Informationen. In diesem Fall könnte das etwa auch ein „Hausfrauen-Blog“ sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dort ebenso mal das ein oder andere Beziehungsthema auf dem Tisch landet ;). Und wenn schon in einem anderen Blog über solche Themen diskutiert wird, dann haben diese eine ganz besondere Relevanz für deine Zielgruppe.

Tipp 7:

YouTube: Suche hier nach passenden Themen und beobachte, welche Videos besonders viele Views, Likes und Kommentare haben. Welche Kanäle haben sehr viele Abonnenten?

Idealerweise liest du dir auch einige der Kommentare durch. In diesen erfährst du dann nämlich, was deine Zielgruppe an diesem Thema interessiert, was ihnen an dem Video gefällt und eventuell – welche Informationen ihnen noch fehlen, damit sie das Video als wirklich hilfreich beurteilen.

 

Fazit:

Wenn du diese Tipps berücksichtigst und all die gewonnenen Informationen zusammenträgst, dann weißt du danach genau, welche Inhalte du bringen musst und wie du sie aufbereiten solltest, damit sie möglichst großen Anklang bei deiner Zielgruppe finden. Damit investierst du nicht unnötig viel Zeit und Budget in die Aufbereitung von Themen, die eigentlich gar nicht relevant sind, sondern setzt deine knappen Kapazitäten direkt bestmöglich ein.

 

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4. Wie erstellst du interessanten Content?

Okay, fassen wir mal kurz zusammen: Du weißt nun, warum du Content-Marketing betreiben solltest, welche Formen des Content-Marketings es gibt und wie du herausfindest, welche Themen deine Zielgruppe wirklich interessieren. Damit hast du nun alle notwendigen Grundlagen, um mit dieser Marketing-Methode erfolgreich zu sein.

Nun ja – fast alle! Denn zwei wichtige Fragen fehlen noch: 1. Wie schaffst du es, daraus interessanten Content zu erstellen? Und 2. Wie kannst du dafür sorgen, dass deine erstellten Inhalte auch von deiner Zielgruppe gesehen werden?

Beginnen wir also mit Teil 1: Was solltest du beim Erstellen deiner Inhalte beachten?

 

  1. Stell dir den User als Gesprächspartner vor!

Der wohl wichtigste Punkt wird oft vergessen: Du schreibst/erstellst deine Inhalte nicht für irgendeine Plattform, für Suchmaschinen oder für eine wissenschaftliche Publikation. Du schreibst für den User! Behalte diesen also stets im Kopf, wenn du deine Inhalte anfertigst. Stell dir vor, du würdest ihm gegenüber sitzen und dich mit ihm über dein Thema unterhalten. Das hilft dir dabei, deinem Gegenüber auf Augenhöhe zu begegnen und mit ihm in einer Sprache zu sprechen, die er auch versteht. Bemühe dich bitte nicht, möglichst tolle Formulierungen und viele Fachbegriffe einzubauen, sondern schreibe stattdessen in Alltagssprache:

  • Verwende kurze, einfache Sätze!
    Lange Bandwurmsätze liest niemand gern – geschweige denn weiß jemand nach dem Lesen, was eigentlich genau darin stand.
  • Sprich dein Gegenüber direkt an!
    Was ich damit meine? Bleiben wir doch kurz bei diesem Satz. Ich könnte auch sagen: „Man wähle eine möglichst aktive Form der Ansprache“. Oder, geringfügig besser „Man sollte eine aktive Form der Ansprache wählen“. Stattdessen sage ich aber „Spreche dein Gegenüber direkt an!“.
    Erkennst du den Unterschied? Natürlich ist es nicht schlimm, wenn mal ein solch einzelner Satz verwendet wird. Schreibst du allerdings deine gesamten Inhalte in dieser Form, dann klingt es wie ein altertümliches Kochrezept – bei dem man jeden Satz fünf Mal lesen muss, bis man weiß, was man eigentlich machen soll.
    Unser Ziel: Dem Nutzer das Leben erleichtern. Also sag ihm auch direkt, was er zu tun hat.
  1. Argumentiere nutzenorientiert!

Erzähl nicht nur, dass etwas toll ist, sondern zeige deinem Gegenüber, was er persönlich für einen relevanten Nutzen davon hat. So könnte ich beispielsweise sagen: „Content-Marketing ist eine aktuell sehr beliebte Marketing-Methode“. Oder aber ich stelle klar: „Mit Content-Marketing kannst du Kunden gewinnen und dich als Experte positionieren. Und das Beste: Es kostet dich nichts!“. Welche der beiden Varianten weckt wohl eher dein Interesse?

  1. Werde konkret!

Erzähl keine langen Theorien und Hypothesen, sondern werde so konkret wie möglich. Klar, theoretische Grundlagen sind wichtig, aber stelle dann so schnell es geht den Bezug zur Praxis her. Verwende eigene Beispiele oder auch bekannte Erfolgsgeschichten von anderen Personen.

  1. Werde persönlich!

Wo möglich, berichte von deinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen. Das schafft Vertrauen, baut eine Bindung zum Leser auf, macht dich interessant und unterstützt deine Glaubwürdigkeit.

  1. Visualisiere deine Inhalte!

Komplexen Themen kann man schwer folgen, wenn man sie nur erzählt bekommt oder liest. Falls möglich, unterstütze deine Inhalte also mit erklärenden Grafiken und passenden Bildern. Das erleichtert das Verständnis und fördert die Einprägsamkeit. Allerdings kommt es natürlich auch auf das gewählte Medium an. Hier in diesen E-Mails eignen sich Grafiken beispielsweise nur bedingt. Eine Visualisierung muss jedoch kein tatsächliches Bild sein, es kann auch nur im Kopf des Lesers erzeugt werden. Vergleiche ich ein komplexeres Thema mit Beispielen aus dem Alltag, z.B. Autos, Flugzeugen, Fußball, Natur, dann muss ich dazu nicht unbedingt ein Bild zeigen, da automatisch jeder von uns eines dazu im Kopf hat. Auch das ist also eine sehr wirkungsvolle Methode!

Zu guter Letzt: Erst denken, dann reden / schreiben!

Schreibe nicht einfach drauf los, sondern mache dir zuvor Gedanken über die Reihenfolge und den roten Faden, der deine Inhalte miteinander verknüpft. Das Schreiben der Inhalte geht dann deutlich schneller, das spätere Lesen wird einfacher und es bleibt viel mehr hängen. Ich selbst mache mir dafür einfach immer eine stichwortartige, untereinander geschriebene Liste in der späteren Reihenfolge.

Und genau diese Reihenfolge ist entscheidend! Sie ist letztendlich verantwortlich dafür, ob man von Anfang bis Ende dabei bleibt. Sie ist verantwortlich dafür, was davon hängen bleibt. Und sie ist auch dafür verantwortlich, welche Emotionen beim Leser entstehen.

 

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Wie verwandelst du deine Inhalte in eine interessante Storyline?

Wenn du die oben genannten Grundlagen nun in eine interessante Struktur für deine Inhalte einarbeitest, dann werden deine Leser und Zuhörer begeistert sein! Ganz egal, ob es um ein Video geht, ein Webinar, einen Blogbeitrag oder eine sonstige Form des Content-Marketings. Die nachfolgende, beispielhafte Struktur kannst du dir gerne immer zur Hilfe nehmen:

 

Phase 1: „Das Problem“ – Begib dich auf eine Ebene mit deinem Publikum

Hole deinen Leser mit seinen Gedanken in einer für ihn bekannten Situation ab. Stelle den Bezug zu deinem Thema her und zeige ihm, warum die folgenden Inhalte für ihn relevant sind. Das kann dir über verschiedene Einstiege gelingen, z. B. mit Geschichten, Zitaten, Statistiken etc.

In dieser Phase machst du ihn auf die Herausforderung bzw. das Problem aufmerksam, auf das du mit deinem Content eine Antwort gibst.

Beispiel: „Marketing kann ich mich mir nicht leisten“ – eine Aussage, die man gerade von Kleinstunternehmern recht häufig hört. Dennoch sind offensichtlich nicht genügend Kunden da! Was kannst du als Selbstständiger in so einer Situation also tun?

Phase 2: „Die Ursachen“ – Analysiere das Problem

Was macht das genannte Problem überhaupt zum Problem? Kannst du die Ursachen dieses Problems benennen und auch, welche Folgen sich daraus ergeben?

Damit schaffst du ein noch tieferes Verständnis für das Thema und stärkst das Bedürfnis nach einer Lösung.

Beispiel: Es klingt nach einer Todesspirale: Betreibst du kein Marketing, gewinnst du nicht genügend Kunden. Hast du nicht genügend Kunden, hast du kein Geld für Marketing. Wer Marketing hört, denkt in erster Linie an teure Werbung in TV, Zeitschriften, Radio etc. Und das stimmt, kaum ein Gründer kann derart hohe Werbekosten finanzieren. Doch was viele nicht wissen – Marketing muss nicht immer teuer sein!

Phase 3: „Die Lösung“ – Präsentiere deinen Lösungsansatz

Du hast eine Antwort auf das Problem? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Lösung zu präsentieren. Allerdings noch nicht unbedingt sofort jedes Detail – vielmehr genügt zu diesem Zeitpunkt ein knackiger Name, ein grober Überblick o. ä. in der Art. Der Leser soll erfahren, dass du eine Lösung hast und das Verlangen aufbauen, unbedingt mehr darüber erfahren zu wollen.

Beispiel: Neben den eben genannten klassischen Marketingformen gibt es noch etliche weitere Möglichkeiten, um dein Business zu vermarkten. Einige davon sogar kostenlos! Die Rede ist hier z.B. von „Content-Marketing“.

Phase 4: „Die Vorteile“ – Mach deine Lösung schmackhaft

Nachdem du die Lösung vorgestellt hast, nimmst du jetzt wieder Bezug zum Leser und zeigst ihm, welchen persönlichen Nutzen er davon hat. Idealerweise hat er danach die Lösung schon „gekauft“, ohne dass er überhaupt im Detail weiß, was dahinter steckt.

Beispiel: Mit Content-Marketing kannst du deine Bekanntheit steigern, neue Kunden gewinnen und dich als Experte in deinem Gebiet positionieren. Das Beste daran: Es kostet dich nichts und du brauchst keine zusätzlichen Ressourcen.

Phase 5: „Der Lösungsweg“ – Erklär die Funktionsweise deiner Lösung

Deine Lösung hört sich super an. Genau das, was der Leser benötigt. Nun erkläre ihm, wie du es schaffst, dieses Nutzenversprechen einzulösen. Du musst selbstverständlich auch hier nicht jedes Detail erklären, aber mach dem Leser plausibel, warum deine Lösung wirklich funktioniert.

Beispiel: Content-Marketing bedeutet, dass du interessante, für deine Zielgruppe nützliche Inhalte etwa im Internet verbreitest. Das kann ein Beitrag über ein bestimmtes Thema in einem Blog sein, ein kleines Video-Tutorial in YouTube o. ä. sein.

Phase 6: „Umsetzung“ – Stelle den Praxisbezug her

Je greifbarer du deinen Content aufbereitest, desto mehr wird es dein Publikum schätzen. Bleibe also mit deiner Lösung nicht in der Theorie, sondern zeige konkret auf, wie sie in der Praxis angewendet werden kann. Hast du oder andere deine Lösung schon in der Realität getestet, dann verwende gerne diese Erfolgsgeschichten. Andernfalls kannst du auch problemlos eine „Idealumsetzung“ beschreiben. Hauptsache, du zeigst deinem Publikum so konkret wie möglich, wie es das Gelernte umsetzen kann.

Beispiel: Ich selbst habe monatelang keinen Cent für Marketing ausgegeben, sondern mich von Anfang an auf Content-Marketing verlassen. Ich habe mehrere kleine Video-Tutorials mit PowerPoint erstellt, auf meine Website hochgeladen (inzwischen sind die Tutorials auf YouTube) und Gastbeiträge über interessante Themen in anderen Online-Magazinen geschrieben (Beispiel). Dadurch kamen einige interessante Kontakte zustande: Erste kleine Projekte sowie einige Newsletter-Abonnenten. Als dann durch Content-Marketing das erste Geld reinkam, habe ich angefangen, davon auch etwas in bezahlte Werbung zu investieren. Content-Marketing betreibe ich natürlich weiterhin – mit wachsendem Erfolg!

Phase 7: „Zusammenfassung“ – Halte das Wichtigste noch mal kurz fest

Wenn dein Content sehr lang geworden ist, dann würde ich dir empfehlen, noch mal das Wichtigste zusammenzufassen. Besonders einprägsam sind die drei (!) wichtigsten Punkte.

Phase 8: „Aufforderung“ – Sage dem Leser, was er als nächstes tun soll

Du hast deinem Leser jede Menge neuen Input gegeben und erneut das Wichtigste zusammengefasst. Hilf ihm nun noch etwas weiter und sag ihm abschließend, was die nächsten Schritte für ihn sind. Das kann eine Anmeldung oder ein Download sein oder aber auch direkt die Anwendung in der Praxis.

Beispiel: Ich bin mir sicher, dass auch du mit Content-Marketing erfolgreich werden kannst! Gerne zeige ich dir Schritt für Schritt die Grundlagen dafür. Melde dich einfach kostenlos hier mit deiner E-Mail Adresse an, und du lernst in meinem 5-teiligen E-Mail-Crashkurs die wichtigsten Basics, um diese Marketing-Methode effektiv für dich zu nutzen und damit schon bald erste Kunden zu gewinnen!
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Natürlich sind diese acht vorgestellten Phasen nicht in Stein gemeißelt und die hier aufgeführten Beispiele sehr knapp und vertrieblich gehalten. Manchmal ist es eleganter, zwei Phasen zu kombinieren oder, je nach Thema, eine weitere hinzuzufügen oder wegzunehmen. Es gibt darüber hinaus auch noch etliche weitere Strukturmöglichkeiten, um interessanten Content zu erstellen. Die eben vorgestellte Struktur kannst du dir jedoch sehr einfach merken und auf nahezu jedes Thema anwenden. Probiere es doch einfach mal selbst!

Als nächstes geht es zum Abschluss des ultimativen Content-Marketing-Guides darum, wie du es schaffst, dass deine mühevoll erstellten Inhalte auch die entsprechende Beachtung bei deiner Zielgruppe finden.

 

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5. Wie kannst du dafür sorgen, dass deine erstellten Inhalte von deiner Zielgruppe gesehen werden?

Du hast nun grandiosen Content erstellt! Doch die besten Inhalte bringen nichts, wenn sie von niemandem gesehen werden. Der gesamte Aufwand, all deine Mühen, die benötigte Zeit – alles umsonst.

Du könntest sie einfach online stellen und darauf warten, dass per Zufall irgendwann irgendjemand darüber stolpert. Aber ganz ehrlich – sonderlich effektiv ist das nicht!

Es liegt nun an dir, deinen Content aktiv zu verbreiten. Nur so kann er dir marketingtechnisch etwas bringen.

Was kannst du also dafür tun?

 

  1. Nutz deine E-Mail-Liste, wenn du eine hast!

Betreibst du bereits aktiv E-Mail-Marketing? Versendest du einen Newsletter? Dann mach deine Abonnenten darauf aufmerksam, dass du neue, interessante Inhalte erstellt hast. Mit etwas Glück teilen sie den Content dann auch mit anderen Leuten, wenn sie ihn für hilfreich erachten. Falls du noch kein E-Mail Marketing betreibst, dann fang spätestens jetzt(!) damit an.

  1. Teile den Beitrag in deinen Social Media-Timelines

Hast du private und geschäftliche Accounts in den sozialen Medien? Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um sie sinnvoll für dich zu nutzen. Schreibe einfach einen kurzen neuen Status, Tweet oder sonstiges – und verlinke deinen Content! Teile den Beitrag anschließend über deine anderen Accounts oder Seiten. Achte dabei darauf, dass die Vorschau der Verlinkung auch attraktiv aussieht. Ein ordentlicher Title, Description + Vorschaubild sind hier Pflicht (geht bei WordPress z.B. mit dem SEO-Plugin von YOAST).

  1. Streue den Post in passenden Foren, XING-Gruppen und auf Facebook

Mittlerweile gibt es für nahezu jedes Thema eine eigene Gruppe in Facebook, XING oder sogar ein extra Online-Forum. Suche dir hier also möglichst viele passende Gruppen mit einigen Mitgliedern heraus und poste darin eine Verlinkung zu deinem neuen Content. Du solltest es hier allerdings keinesfalls nach Spam aussehen lassen. Schreibe also gerne ein paar Worte dazu, warum dieser Beitrag für die Gruppenmitglieder interessant sein könnte.

  1. Schreibe einen Kommentar unter Blogs / Online-Magazine / YouTube-Videos

Höchstwahrscheinlich gibt es für dein Thema schon einige Beiträge von anderen Autoren. Sei es in einem Blog, in Online-Magazinen, YouTube-Videos usw.. Google doch einfach mal nach deinem Thema und schaue, auf was für Beiträge du dabei stößt. Ist dein Beitrag eine Ergänzung zu den Ergebnissen, die du bereits gefunden hast? Dann schreibe einen entsprechenden Kommentar und verlinke zu deinem Content. Ist dein Content eine Aktualisierung für die Beiträge, die du gefunden hast? Dann kommentiere ebenfalls entsprechend. Dennoch behalte dabei im Kopf: Niemand mag Spammer! Du solltest also die Relevanz deines Kommentars verdeutlichen, damit dieser nicht gleich vom Seitenbetreiber wieder gelöscht wird.

  1. Kooperiere mit anderen Autoren und Influencern

Dieser Ansatz ist etwas fortgeschrittener zu der eben vorgestellten Variante mit den Kommentaren. Ziel ist es dabei nicht nur, einen Link irgendwo zu hinterlassen – sondern andere Autoren mit größerer Reichweite dazu zu bringen, deinen Content ihren Lesern vorzustellen. Ein möglicher Beginn dafür ist etwa, ihre Beiträge als weiterführenden Link in deinen Content einzubauen, und dann die Autoren darauf aufmerksam zu machen. Die anderen Autoren und Influencer sind ebenfalls Menschen! Falle also bitte nicht mit der Tür ins Haus, sondern baue Stück für Stück eine Beziehung zu ihnen auf. Lies regelmäßig ihre Beiträge, like, teile und kommentiere sie. Dann bist du auf jeden Fall schon mal bei ihnen auf dem Schirm. Und wenn du sie nun fragst. ob sie deinen Content ggfs. teilen würden, weil du denkst, dass er für ihre Zielgruppe interessant ist – dann hast du auch eine höhere Erfolgschance.

(6. Falls notwendig und für dich möglich, könntest du auch zusätzlich etwas Reichweite kaufen, z.B. durch Bewerben deines Facebook-Posts)

 

Fazit

Mit diesen Methoden kannst du deinem Content entsprechende Beachtung verschaffen. Denk unbedingt daran, auch „Teilen“-Buttons für die gängigen sozialen Medien in deine Beiträge zu integrieren. So bekommst du nicht nur ein Mal Leute auf deine Seite, sondern sorgst auch dafür, dass sich die Reichweite durch die Leser entsprechend vergrößert. Wird dein Content oft geteilt, ist an verschiedenen Stellen im Netz verlinkt und ist er zudem suchmaschinenoptimiert aufbereitet, so wird er dir immer wieder Aufmerksamkeit bescheren. Selbstverständlich kannst du auch nach einiger Zeit noch mal mit ähnlichen Methoden darauf aufmerksam machen.

Wenn du all diese Schritte berücksichtigst, dann kannst du damit bereits einen ersten großen Schritt ins Content-Marketing machen. Du hast nun eine Methode kennengelernt, mit der du kostenlos deine Bekanntheit steigern kannst, neue Kunden gewinnst und dich als Experte in deinem Gebiet positionierst!

 

Jetzt liegt es an dir, das Gelernte in die Praxis umzusetzen!

Falls du dabei Unterstützung benötigst oder Fragen hast, schick mir einfach eine kurze Nachricht. Ich helfe dir gerne!

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